Tools, Technologien und Dienste zur Erstellung von Widgets
Die einen sehen sie als nützliche Helferlein im Alltag, die anderen empfinden sie als störend. Sie bringen nicht nur den Outlook-Terminkalender, sondern auch die neusten ToDo’s von Basecamp auf den Desktop oder zeigen die Aktienkurse an. Die Rede ist von «Widgets». Welche Technologien, Tools und Services gibt es?
Tools und Dienste zur Erstellung von Widgets (On-/Offline)
Folgende Technologien, Tools und Dienste (kleine Auswahl) erlauben die Erstellung von Off- bzw. Online Widgets:
Adobe «AIR» (On- und Offline)
Unterstützte Technologien:
Flash, AJAX, SQLite, HTML, PDF etc.
Plattformen:
Windows XP, Vista und Mac OSX.
Anforderungen (Client):
«AIR Adobe Integrated Runtime» (11 MB)
Anforderungen (Entwicklung):
Flex oder Flash CS3 Lizenz. AIR selbst ist kostenlos.
Publikation des Widgets (Anwender):
Über eine Webseite oder .AIR Datei
Besonderheiten:
Anbindung an «Google Analytics» möglich, On- und Offline Anwendung kann aus einer Code-Basis entwickelt und getestet werden (spart Kosten!), «Auto-Update» Funktion, Installation direkt aus dem Web möglich, Zugriff auf System möglich.
Link: http://www.adobe.com/products/air/
«Yahoo! Widget Engine» (Offline)
Unterstützte Technologien:
Flash, JavaScript, CSS, SQLite
Plattformen:
Windows XP, Vista und Mac OSX.
Anforderungen (Client):
«Yahoo! Widget Engine» (14,6 MB)
Anforderungen (Entwicklung):
kostenlos (Open-Source, freie Software)
Publikation des Widgets (Anwender):
über Yahoo! Widget Webseite oder Datei
Besonderheiten:
Anbindung an «Google Analytics» möglich, große weltweite Community.
Link: http://widgets.yahoo.com/
Google «Desktop-Gadgets» (Offline)
Unterstützte Technologien:
Flash, JavaScript
Plattformen:
Windows, Mac und Linux
Anforderungen (Client):
«Google Desktop» (1,75 MB)
Anforderungen (Entwicklung):
kostenlos (Open-Source, freie Software)
Publikation des Widgets (Anwender): Community (Webseite)
Besonderheiten:
Anbindung an «Google Analytics» möglich, große weltweite Community, «Hall of Fame», Erstellung von Widgets mit dem Google «Gadget Designer».
Link: http://desktop.google.com/plugins/
«Zinc» (Offline)
Unterstützte Technologien:
Flash, HTML, PDF
Plattformen:
Windows und Mac
Anforderungen (Client):
Keine
Anforderungen (Entwicklung):
ZINC 3.0 Lizenz
Publikation des Widgets (Anwender):
als ausführbare EXE-Datei (oder als ausführbare Datei für Mac)
Besonderheiten:
Installations-Assistent, Zugriff auf System-Funktionen möglich, Setup-Assistent, Darstellung von HTML, PDF, Video etc.
Link: http://www.multidmedia.com/
«sprout» (Online, Mashup-Tool)
Unterstützte Technologien:
Flash
Plattformen:
Unterstützung für soziale Netzwerke und Integration als Widget in Blogs oder Webseiten.
Anforderungen (Client):
Einbindung von HTML Code / Keine
Anforderungen (Entwicklung):
kostenlos (Open-Source, freie Software)
Publikation des Widgets (Anwender):
Über «Copy and Paste» oder Link-Button oder einen Partner wie «SpringWidgets»
Besonderheiten:
Umfangreicher visueller Editor zum Erstellen von Widgets, gute Integration in nahezu alle gängigen sozialen Netzwerke, Offline-Verwendung mithilfe des Partners «SpringWidgets» (siehe unten).
Link: http://www.sproutbuilder.com
(Mehr Infos zu sprout: Sprout - Editor für Flash Widgets)
«SpringWidgets» (On- und Offline)
Unterstützte Technologien:
Flash
Plattformen:
Windows XP, 2000, Vista und Mac OS X
Anforderungen (Client):
Online (Flash 8), Offline («SpringWidget» Laufzeitumgebung)
Anforderungen (Entwicklung):
Flash CS3
Publikation des Widgets (Anwender):
Über «Copy and Paste» oder Link-Button, als Datei zur Ausführung mit der Runtime.
Besonderheiten:
Mit «sprout» erstellte Widgets können mit dieser Software auch als Offline-Anwendung angeboten werden.
Link: http://www.springwidgets.com/
Funktionsprinzip bestehender Widget-Technologien
Viele Anbieter, gleicher Mechanismus: Bei Yahoo! kann ein Widget einfach per Klick auf der Yahoo! Webseite installiert werden. Dieser einfache Mechanismus setzt voraus, dass zuvor eine entsprechende Laufzeitumgebung vom Anwender installiert wurde.
Die Lösung mit einer «Runtime» (Laufzeitumgebung)
Zunächst muss eine Laufzeitumgebung (z.B. Google Desktop, Yahoo! Widget Engine oder SpringWidgets) installiert werden. Danach kann der Benutzer eine Community Seite besuchen und per «Klick» auf einen Link ein Widget sofort auf den Desktop bringen ohne eine zusätzliche Installation. Die Laufzeitumgebung erkennt den «Klick» auf den Link und bringt das Widget automatisch auf den Desktop.
Diese Art von «Widgets» kann sehr einfach veröffentlicht und somit verbreitet werden. Jeder der die Laufzeitumgebung installiert hat, kann das «Widget» benutzen.
Die Lösung als «Standalone-Applikation»
Dahinter verbirgt sich meist eine .EXE Datei (.zB. ZINC). Alle für das Widget benötigten Dateien sind in diese Datei «eingepackt». Die Anwendung muss installiert werden. Jedes neue Widget erfordert eine neue Installation.
Diese Art von Widget ist meist unabhängig von einer Community.
Die Lösung mit Links für soziale Netzwerke oder das Kopieren von Quellcode für das eigene Blog / Webseite
Von einer Community Seite, die eine Ansammlung von tausenden «Widgets» beinhaltet, kann der Benutzer über einen Link oder Button, ein bestimmtes «Widget» direkt in soziale Netzwerke wie «MySpace», «iGoogle», «LiveSpaces» etc. integrieren.
Für erfahrene Anwender besteht außerdem die Möglichkeit HTML-Quellcode direkt zu kopieren und auf einer Webseite bzw. einem Blog einzufügen. Der Code bildet dann in seiner Ausführung das «Widget» ab.
In einigen Fällen erlaubt der Anbieter (z.B. «sprout»), neben der Online-Veröffentlichung, auch eine Offline Nutzung mit entsprechenden Tools oder «Runtimes» (Laufzeitumgebungen). Hierdurch wird ein Mehrfachnutzen erzielt.
Fazit
Die Möglichkeiten ein Widget zu erstellen sind nahezu unbegrenzt.
Die Entscheidung für einen der unzähligen Dienste, für ein Tool oder eine Technologie zur Erstellung eines Widgets, hängt meist von verschiedenen Faktoren ab. Wer ein Widget zum Marketing-Instrument machen möchte, nutzt eine große Community zur Verbreitung. Diese Verbreitung wird stattfinden, sofern ein Widget den echten Mehrfachnutzen für den Benutzer bietet und spannend ist.
Widgets können echte Helfer, aber auch ziemlich nervtötend sein. Wer mit der Dosierung seiner Widgets auf dem Desktop sinnvoll umgeht, kann einen echten Mehrwert erzielen.
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Am 1. April 2008 um 08:17 Uhr
Hi,
gute Übersicht, aber ich hätte ‘ne kleine Anmerkung zu Adobe AIR (zu den anderen kann ich nicht viel sagen):
Es besteht keine explizite Anbindung zu Google Analytics, sondern durch die Verwendung div. Web-Services ist es AIR möglich auf so gut wie alle gängigen API’s zuzugreifen. Zudem sollte man vielleicht auch drauf hinweisen das AIR sich zwar auch wunderbar für Widgets eignet, aber von der Intention mehr in Richtung RIA zielt.
Gruß
PS: Gestern ist übrigens eine AIR Runtime Alpha für Linux erschienen.
Am 4. Juli 2008 um 11:57 Uhr
Hallo,
woher ist denn aus dem Bild das WetterWidget? Das hätte ich gerne für meinen Desktop
Am 4. Juli 2008 um 12:02 Uhr
Guckst du hier: http://widgets.yahoo.com/widgets/yahoo-weather
Grüße Christian
Am 31. Juli 2008 um 09:28 Uhr
Danke